• Plakat Ausstellung Alte Faesser Neue Arbeiten
 

Ausstellung "Alte Fässer - neue Arbeiten"

von Detlev Rohrbach und Veronika Galli

im Museum Guntersblum

 7. Mai bis 25. Juni 2017 im Museum Guntersblum

 

Detlev Rohrbach

Alte Fässer – neue Arbeiten. Neben der biomorphen Holzbearbeitung   in Dero – typischer Handschrift sind auch lokal inspirierte, spielerisch leichte Arbeiten für Guntersblum entstanden. Dekorative Materialcollagen mit Fassdauben und Rechnerfragmenten spiegeln ästhetisch den Brückenschlag  der jungen Winzergeneration zwischen Tradition und Moderne. Die Stimmung der jährlichen Weinprozession im Kellerweg lässt sich kaum besser stilisieren als mit der kleinen Polonaise weinseliger Festgläser betitelt mit dem Goethe-Zitat:“Naht ihr euch wieder, schwankende Gestalten.“

Dero in Guntersblum - eine kleine Werkschau, die beim Rundgang mit einem Glas Ortswein uns ein Schmunzeln aufs Gesicht zaubert.

Bildhauer, geboren 1961 in Berlin. Nach mehrjähriger Arbeit als Restaurator und Sachverständiger für angewandte Kunst folgte ein Studium und Werkstattarbeit sowie anschließende Lehrtätigkeit an der FHSS Berlin. 1994 begann er mit der freien Bildhauerei. Seit 1995 entstanden in seinem Atelier im Havelland zahlreiche Skulpturen in Holz, Bronze und Stahl für den Innen- und Aussenraum. Seine Arbeiten fanden und finden nationale und internationale Anerkennung sowie Platz in öffentlichen Gebäuden und privaten Sammlungen. Nach Frankreich (Paris 1999) und Polen (Poznan 2000/2002) führte ihn 2003 eine Galerieeinladung für ein Ausstellungsprojekt zu einem mehrmonatigen Arbeitsaufenthalt nach Australien. 2006 folgte die Geburt seiner zweiten Tochter und der Umzug an den Rhein, wo er mit Familie im beschaulichen Ludwigshöhe auf einem alten Weingut lebt und arbeitet.

Ausstellungen und Preise (Auswahl): 

  • Galerie der Volksbank am Potsdamer Platz, Berlin 1999
  • 5. Europäische Biennale für Skulpturen , Paris 1999
  • 13th International Biennial of Sculpture, Poznan 2002
  • Strand ephemera,  Townsville, Australien 2003
  • Wettbewerb Abenheim 2010 (1. Preis)
  • 19. Internationale Holzart, Kronach 2015 (1.Preis)
  • Kunst direkt, Mainz, 2016

 


Verbindung der Ausstellungsteile:

Eine Sondervitrine der Ausstellung zeigt einen Werkdialog der beiden Künstler, bei dem diese  wöchentlich wechselnd mit einer spontanen Arbeit aufeinander reagieren und diesen Prozeß  in einem abschließenden Gespräch am Ende der Ausstellung mit den Besuchern diskutieren.


 

Veronika Galli

Veronika Galli setzt sich in ihren künstlerischen Arbeiten mit der Substanz - was ist sichtbar ? was wird wann, wo, von wem gehört ? - eines Bildes, dessen Einfluss und Zeitlichkeit auseinander. Wie beschreiben Entdecker ihre Entdeckungen? Was bleibt, wenn man zurück ist?

Ihr Medium ist die Fotografie und die Spaziergangswissenschaft. Im Spazierengehen stößt man auf Dinge; jene, die man aufnehmen kann, andere, die sich nicht festhalten lassen. Für die Ausstellung im Museum Guntersblum wird die Künstlerin ausgehend von einer bereits bestehenden Arbeit eine neue Arbeit entwickeln, die sich mit Entstehungsprozessen, mit der Unmittelbarkeit von Eindrücken und der Wahrnehmung von Landschaft beschäftigt. Dabei stellt Veronika Galli Fragen an den Ort ihrer Ausstellung, untersucht verborgene Zusammenhänge, bildet Verbindungen wie Leerstellen und schafft so visuelle Landschaften abstrakter Natur. Das Material, das gleichzeitig auch als Datenbank fungiert, ist die neue Umgebung der Künstlerin - die Landschaft um Guntersblum, der sich die Künstlerin auf eine spielerische Art im Gehen annähert.

Veronika Galli, geboren 1985 in Starnberg, ist seit 2011 freischaffende Fotografin. Sie studiert seit 2012 freie Kunst bei Olaf Nicolai an der Akademie der Bildenden Künste in München; 2016 war sie als Gaststudentin bei Heidi Specker an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig; 2016 nominiert für den Karl&Faber Preis; 2015 Teil der Projektklasse von Nora Schultz am cx - Centrum für interdisziplinäre Studien in München; von 2012 bis 2015 mitwirkend an Ausstellungsorganisation und Kunstvermittlung in der Galerie f5,6 in München. Vor Beginn ihres Kunststudiums hat Veronika Galli einen Bachelor in Fotodesign an der Hochschule München gemacht und war Teilnehmerin im International Munich Art Lab. Veronika Galli lebt und arbeitet in München, Bad Tölz und Dienheim

Seit 2011 ist Veronika Galli in verschiedenen Ausstellungen vertreten (Auswahl):

  • 2017 Gruppenausstellung Quality Time, Kunstverein München
  • 2016, Gruppenausstellung A Tree is best measured when it is down, Galerie der Künstler, München
  • 2016, Gruppenausstellung Pasa Página, T.A.B Travelling Art Books, Chisinau, Moldawien
  • 2015, Klasse Olaf Nicolai Archiv, „Serralves“ und „Untitled 1&2“, ADBK, München
  • 2015, Künstler-Gruppenprojekt I am happy to be here 1&2, Museum der Moderne Salzburg
  • 2015 Gruppenausstellung 6:4,5:7,7:6, Centercourt Gallery, München
  • 2014 TRUE LAB Gruppenausstellung Posters, im Lab der Galerie EIGEN + ART, Berlin
  • 2013 Gruppenausstellung Deine Geschichte interessiert mich nicht, U-Bahn Galerie, München
  • 2012-2013 Wanderausstellung Demochange Photographs of change in alpine regions, Slovenian Alpine Museum in Mojstrana, Freie Universität Bozen, Messner Mountain Museum Bruneck

 


 

   
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