Kabbaratz - Ehre wem Ehre genügt

im Museumskeller Guntersblum

6. und 7. September 2013

 

  • Plakat Kabbaratz 2013

Ehre wem Ehre genügt -
warum wir die Welt nicht den Profis überlassen dürfen

Wer mag schon Amateure? Von einem Arzt erwarten wir nicht, dass er seine Arbeit gern - sondern gut tut. Der Profi-Beton verspricht sicheren Halt, die Profi-Hornhautraspel macht einen schlanken Fuß und im Profi-Getränkemarkt reihen wir uns gerne in die Schar der Berufstrinker.

Andererseits sind professionell eingerichtete Wohnungen nie gemütlich. Auch professionelle Esser lädt man nicht gerne ein. Und alle möchten wir geliebt werden - aber bitte nicht professionell. Auch die Mütter und Väter unserer Kinder sollten Amateure sein: das heißt unbezahlbar.

Sie können jeden Menschen hindern, seine Arbeit fortzusetzen - indem Sie aufhören, ihn dafür zu bezahlen. Ehrenamtler nicht: die arbeiten umsonst. Zwischen Ihrer brennenden Hütte und der freiwilligen Feuerwehr passt kein professionelles Kosten-Nutzen-Kalkül. Also rufen wir: Hilfe! Idealisten!

Denn Profis leben von Problemen, Amateure leben Lösungen. Sie leben sie überall: in den Sportvereinen, den Kirchengemeinden, der Gewerkschaft, im Tierheim, beim THW, dem Roten Kreuz, in vielen Kulturvereinen, - sogar in den politischen Parteien hat die Arbeit oft keinen Zweck - aber einen Sinn.

In seinem 24. Programm geht es Kabbaratz um bezahlte und unbezahlte Arbeit, den Unterschied von Preis und Wert (nicht immer preiswert). Wer hat den Berliner Flughafen, die Elbphilharmonie und Stuttgart-21 geplant: Profis. Wer hat die Politikergewählt: Amateure.

Evelyn Wendler und Peter Hoffmann wissen: ein zahlendes Publikum ist besser als ein bezahltes. Amüsieren Sie sich also unprofessionell.

 


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