Dia-Vortrag
Lettland – Natur, Geschichte und Kultur
Dr. Julius Franzot
Sonntag, 3. Mai 2026 - 17:00 Uhr
Museumskeller Guntersblum

Die baltischen Staaten werden häufig in einem Atemzug genannt. Doch ein genauerer Blick zeigt: Geschichte, kulturelle Prägungen und Sprachen zeugen von einer ausgeprägten Eigenständigkeit. Lettland gilt dabei als das baltische Land, das am stärksten von Deutschland beeinflusst wurde – insbesondere durch die Hanse.
Mit rund zwei Millionen Einwohnern ist Lettland etwas kleiner als Bayern. Seit dem 1. Mai 2004 gehört das Land zur Europäischen Union und ist seit dem 1. Januar 2014 Mitglied der Eurozone.
Die lettische Hauptstadt Riga war einst eng mit Norddeutschland verbunden: Lübeck war ihre frühere Partnerstadt, heute ist es Bremen. Noch immer erinnert die Architektur vieler Straßenzüge an norddeutsche Städte – wenn auch farbenfroher, denn Lettlands Häuser präsentieren sich in lebendigen Tönen. Besonders eindrucksvoll ist zudem der Jugendstil in Riga, der mit einer ganz eigenen Formensprache und Farbigkeit auftritt.
Entlang der langen Ostseeküste vermitteln traditionsreiche Badeorte die Atmosphäre der Jahrhundertwende um 1900. Neben spätgotischen Kirchen prägen vor allem orthodoxe Kuppelbauten das Stadtbild – ein Hinweis auf die wechselvolle Geschichte des Landes und seine frühere Zugehörigkeit zum Russischen Reich.
Lettland ist dünn besiedelt und reich an unberührter Natur: ausgedehnte Wälder, weite Sumpflandschaften und zahlreiche ursprüngliche Lebensräume machen den besonderen Reiz dieses Landes aus.
Der Vortrag nimmt die Besucherinnen und Besucher mit auf eine eindrucksvolle Reise durch ein Land zwischen Tradition und Eigenständigkeit.
Sonntag, 3. Mai 2026 - 17:00 Uhr
Museumskeller Guntersblum
Eintritt frei – Spenden erwünscht






